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2001: Dieter Wellershoff

Die Jury des Joseph-Breitbach-Preises, den die Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, und die Stiftung Joseph Breitbach gemeinsam vergeben, hat in ihrer Sitzung vom 23. Juli 2001 die diesjährigen Preisträger Thomas Hürlimann, Ingo Schulze und Dieter Wellershoff benannt. Der Preis des Jahres 2001 ist mit insgesamt 255.000 DM dotiert und wird zu gleichen Teilen verliehen. Die Preisverleihung fand am 28. September 2001 in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, statt.

Begründung der Jury:
»Dieter Wellershoff – in erster Linie dem Erzähler und Essayisten – verdanken wir ein umfangreiches, bedeutendes Lebenswerk. Literatur ist für ihn vor allem ein Medium der Erkenntnis. Sie ist in der Lage, uns die Welt in ihrer ursprünglichen Fremdheit und Dichte zu zeigen. Der Reichtum an Perspektiven in Wellershoffs Büchern – bis hin zu seinem vielbeachteten Roman ›Der Liebeswunsch‹ – entspricht der Komplexität des Daseins, der Erfahrung, die in ihnen sichtbar wird.«

Biographie:
Der 1925 in Neuss geborene und in Köln lebende Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Essayist studierte nach dem Krieg Germanistik, Psychologie und Kunstgeschichte in Bonn. Seit 1959 war er als Lektor für den Kiepenheuer & Witsch Verlag tätig, erste literarische Arbeiten erschienen Anfang der fünfziger Jahre. Wellershoff, dessen umfangreiches und vielgestaltiges Werk zahlreiche Auszeichnungen erfuhr, nahm auch mehrere Poetiklektorate und Gastdozenturen im In- und Ausland wahr. Neben Essaybänden, Hörspielen, Drehbüchern und autobiographischen Schriften schrieb er vor allem Romane, Novellen und Erzählungen. Im vergangenen Jahr erschien sein Roman ›Der Liebeswunsch‹, für den er den Friedrich-Hölderlin-Preis erhielt.

Auszeichnungen:
  • 1960 Hörspielpreis der Kriegsblinden
  • 1962 Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen
  • 1969 Kritikerpreis für Literatur
  • 1988 Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln
  • 2001 Friedrich-Hölderlin-Preis
  • 2005 Ernst-Robert-Curtius-Preis
Veröffentlichungen:
  • Ein schöner Tag. Roman. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1966
  • Die Schattengrenze. Roman. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1972
  • Literatur und Veränderung. Versuche zu einer Metakritik der Literatur. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1969
  • Das Schreien der Katze im Sack. Hörspiele, Stereostücke. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1970
  • Einladung an alle. Roman. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1974
  • Literatur und Lustprinzip. Essays. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1975
  • Die Schönheit des Schimpansen. Roman. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1979
  • Die Sirene. Eine Novelle. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1980
  • Der Sieger nimmt alles. Roman. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1983
  • Die Arbeit des Lebens. Autobiographische Texte. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1985
  • Die Körper und die Träume. Erzählungen. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1986
  • Der Roman und die Erfahrbarkeit der Welt. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1988
  • Das geordnete Chaos. Essays zur Literatur. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1992
  • Zikadengeschrei. Novelle. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1995
  • Der Ernstfall. Innenansichten des Krieges. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1995
  • Der Liebeswunsch. Roman. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2000
  • Der verstörte Eros. Zur Literatur des Begehrens. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2001
  • Das normale Leben. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2005
  • Der Kiepenheuer & Witsch Verlag brachte 1996/97 auch eine sechsbändige Werkausgabe des Autors (herausgegeben von Keith Bullivant und Manfred Durzak) heraus.